Was ist ein Kreuzbandriss?
Kreuzbänder (vordere — VKB und hintere — HKB) — Hauptstabilisatoren des Kniegelenks. Sie verhindern die Verschiebung des Schienbeins relativ zum Oberschenkel. Ein VKB-Riss ist eine der häufigsten Sportverletzungen, jährlich weltweit ca. 200 000 Fälle.
Traditionell wird ein VKB-Riss arthroskopisch mit Plastik behandelt — das Band wird durch ein Transplantat aus eigener Sehne (Semimembranosa oder Quadrizeps) ersetzt. Doch 10-25% der Plastiken scheitern, und die Entnahme der Sehne schwächt den Donor-Muskel.
Schweregrade der Schädigung:
- I Grad (Dehnung) — Mikrorisse der Fasern, Band intakt, leichte Instabilität
- II Grad (Teilriss) — bis zu 50% der Fasern beschädigt, moderate Instabilität
- III Grad (Vollriss) — Band vollständig gerissen, ausgeprägte Instabilität
Risikofaktoren:
- Kontakt-Sportarten (Fußball, Basketball, Kampfsport)
- Plötzliche Bremsmanöver und Drehungen (Skifahren, Tennis)
- Weibliches Geschlecht (Risiko 2-8-fach höher durch Anatomie)
- Schwäche der Stabilisator-Muskeln des Knies
Fakten zum VKB-Riss
- ICD-10: S83.5
- Häufigkeit: 200 000 Fälle/Jahr weltweit
- Alter: 15-45 Jahre
- Geschlecht: Frauen 2-8-mal häufiger
- Plastiken-Misserfolge: 10-25%
Symptome eines VKB-Risses
Akuter Riss
- Schmerz und „Knall“ im Moment der Verletzung
- Schneller Schwellung (Hämarthros in den ersten Stunden)
- Unfähigkeit, die Aktivität fortzusetzen
- Gefühl einer „Luxation“ des Knies
- Instabilität beim Gehen
Chronische VKB-Insuffizienz
- Gefühl des „Nachgebens“ des Knies (giving-way)
- Instabilität beim Laufen, Treppensteigen
- Periodische Schwellungen nach Belastung
- Atrophie des Quadrizeps
Folgen ohne Behandlung
- Chronische Instabilität des Knies
- Meniskusrisse (sekundär)
- Beschleunigte Entwicklung der Arthrose
- Unmöglichkeit, Sport zu treiben
- Reduzierte Lebensqualität
Wie MIBRAR® Kreuzbandrisse behandelt
MIBRAR® ist am effektivsten bei partiellen Rissen (Grad I-II) und frischen Verletzungen. Bei vollständigem Riss kann es als Ergänzung zur chirurgischen Plastik zur Beschleunigung der Integration des Transplantats eingesetzt werden.
MRT-Diagnostik
Die MRT des Kniegelenks bestimmt den Grad des Ligament-Schadens, das Vorhandensein begleitender Meniskus- und Knorpelschäden. Die Zweckmäßigkeit einer regenerativen Behandlung wird bewertet.
Gewinnung von Konzentraten
Aus Blut — CGF mit Wachstumsfaktoren des Bindegewebes. Aus Fettgewebe — Lipogems® mit Stammzellen, die sich in Tenozyten und Fibrozyten — Zellen des Ligamentgewebes — differenzieren können.
Injektion in die Schadenszone
Unter Ultraschall-Navigation mit Sono Control Arm™ werden die Konzentrate direkt in das geschädigte Ligament injiziert. Gleichzeitig werden bei Bedarf geschädigte Menisken und Knorpel behandelt.
Regeneration des Ligaments
Stammzellen differenzieren sich zu Tenozyten und synthetisieren Kollagen Typ I — den Hauptbestandteil des Ligaments. Wachstumsfaktoren stimulieren Angiogenese und die Bildung neuer Fasern. Das Ligament wird gestärkt und stellt seine stabilisierende Funktion wieder her.
PLK-Plastik vs MIBRAR®
| Kriterium | Arthroskopische Plastik | MIBRAR® |
|---|---|---|
| Prinzip | Ersetzung des Ligaments durch Transplantat | Regeneration des eigenen Ligaments |
| Narkose | Allgemein / Spinal | Ohne Narkose |
| Donorstelle | Entnahme einer Sehne (Schwächung des Muskels) | Nein — eigene Zellen aus Blut und Fett |
| Rehabilitation | 6-9 Monate, Krücken 4-6 Wochen | Einige Wochen |
| Rückkehr zum Sport | 9-12 Monate | 8-16 Wochen (bei partiellen Rissen) |
| Indikation | Vollständiger Riss + hohe Anforderungen | Partieller Riss, frische Verletzung |
Behandlungsergebnisse für das Kniegelenk
Sagittale MRT vor und 18 Monate nach MIBRAR® zeigt die Regeneration der Kniegelenkstrukturen — einschließlich Bänder, Menisken und Gelenkknorpel.
MIBRAR-Fall: Mann, 49 Jahre
Diagnose: Gonarthrose Grad IV mit Osteonekrose des medialen Kondylus und subchondralem Ödem. Sagittale MRT (Bild 3) — ausgeprägte Zerstörung der Gelenkflächen mit Beteiligung des Bandapparats.
Ergebnis nach 18 Monaten: Regeneration der Knorpel- und Bandstrukturen (Bild 4). Wiederherstellung des Gelenkspalts, Beseitigung des subchondralen Ödems. Vollständige Wiederherstellung der Beweglichkeit.
Fallbericht ansehen →
Gleicher Patient — anderer sagittaler Schnitt
Sagittale MRT (Bild 7): vor der Behandlung — ausgedehnte Zone der Osteonekrose und Zerstörung der Gelenkstrukturen. Kreuzbänder im Bereich des geschädigten Gelenks sichtbar.
Nach 18 Monaten (Bild 8): Wiederherstellung des Kondylenknochengewebes, Normalisierung der Gelenkflächen. MIBRAR® regeneriert alle Kniegelenkstrukturen gleichzeitig — Knorpel, Bänder, Menisken, subchondralen Knochen.
Fallbericht ansehen →Vorteile der MIBRAR®-Methode
95% des Eingriffsspektrums
MIBRAR® deckt bis zu 95% aller Wirbelsäulen- und Orthopädie-OPs ab.
Ohne Narkose und Schnitte
Ambulante Behandlung durch 0,3-1,5 mm Punktion. Ohne Vollnarkose.
Keine Altersbeschränkungen
Regeneration in jedem Alter. Sicher bei chronischen Erkrankungen.
Schnelle Besserung
Konzentrate haben schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften.
Mehrere Zonen gleichzeitig
Gleichzeitige Behandlung mehrerer Bandscheiben oder Gelenke.
Am selben Tag nach Hause
Keine Krücken, Bandagen oder Rehabilitation. MRT-Kontrolle nach 8-16 Wochen.
MIBRAR® Technologie
Cyber Navi Hand™
Intraoperatives Roboter-Navigationssystem. Präziser Zugang zu tiefen Strukturen mit 1 mm und 1 Grad Genauigkeit.
Sono Control Arm™
Gerät für Eingriffe unter sonographischer Kontrolle. Keine offenen OPs, Echtzeitkontrolle.

