Was ist das Facettengelenksyndrom?

Das Facettengelenksyndrom (Spondylarthrose) ist eine degenerative Erkrankung der Zwischenwirbelgelenke (Facettengelenke), die mit chronischen Rückenschmerzen einhergeht. Jeder Wirbel ist mit dem benachbarten Wirbel durch zwei Facettengelenke verbunden – diese sorgen für Stabilität und kontrollierte Beweglichkeit der Wirbelsäule.

Laut Studien ist das Facettengelenksyndrom die Ursache für 15-45% aller Fälle chronischer Lumbalschmerzen und bis zu 55% chronischer Schmerzen im Halsbereich. Es ist eine der am meisten unterschätzten Ursachen für Rückenschmerzen – oft wird es mit einem Bandscheibenvorfall oder Ischias verwechselt.

Ursachen der Entstehung:

  • Degeneration des Knorpels – Ausdünnung und Zerstörung des Gelenkknorpels mit zunehmendem Alter
  • Überlastung der Gelenke – bei reduzierter Bandscheibenhöhe steigt die Belastung der Facettengelenke um 30-70%
  • Entzündung – chronische Synovitis mit Schwellung der Gelenkkapsel
  • Osteophyten – knöcherne Auswüchse, die die Beweglichkeit einschränken
  • Hypertrophie der Kapsel – Verdickung der Gelenkkapsel, die den Spinalkanal verengt

Fakten zum Facettengelenksyndrom

  • ICD-10: M47.8
  • Häufigkeit: 15-45% chronischer Lumbalschmerzen
  • Im Halsbereich: bis 55% chronischer Schmerzen
  • Alter: häufiger nach 40 Jahren
  • Kombination: in 70% der Fälle begleitet Bandscheibendegeneration

Symptome des Facettengelenksyndroms

Lumbalbereich

  • Dumpfer, ziehender Schmerz im Lendenbereich
  • Verstärkung bei Extension und Rotation
  • Schmerz strahlt in Gesäß und Oberschenkel aus
  • Morgensteifigkeit (15-30 Minuten)
  • Linderung bei Vorbeuge
  • Unfähigkeit, lange zu stehen

Halsbereich

  • Schmerz im Nacken mit Ausstrahlung in Schultern und Schulterblätter
  • Eingeschränkte Kopfdrehungen
  • Kopfschmerzen im Hinterkopf
  • Knirschen bei Nackenbewegungen
  • Spannung der paravertebralen Muskeln

Unterschiede zum Bandscheibenvorfall

  • Schmerz verstärkt sich bei Extension (beim Bandscheibenvorfall bei Flexion)
  • Kein typischer Ischias (Schmerzverlauf des Nervs ins Bein)
  • Schmerz lokaler, ohne klare Irradiation
  • Muskulärer Spasmus — führendes Symptom
  • Häufig kombiniert mit Diskdegeneration

Vergleich der Behandlungsverfahren

Kriterium Blockaden mit Steroiden Radiofrequenz-Denervierung MIBRAR®
Prinzip Unterdrückung der Entzündung durch Steroide Zerstörung des Gelenknervs Regeneration von Knorpel und Gelenkkapsel
Dauer des Effekts 2-8 Wochen 6-12 Monate (Nerv regeneriert sich) Jahre (Strukturregeneration)
Gelenk wiederhergestellt? ❌ Nein — nur Entzündungshemmung ❌ Nein — Nerv zerstört, Gelenk zerstört weiter ✅ Ja — Regeneration von Knorpel und Kapsel
Wiederholte Eingriffe Alle 2-4 Wochen Alle 6-12 Monate Normalerweise nicht erforderlich
Nebenwirkungen Osteoporose, Gewebeatrophie (Steroide) Verlust der Sensibilität, Muskelschwäche Minimal — eigene Zellen

Wie MIBRAR® das Facettengelenksyndrom behandelt

01

Diagnostik der betroffenen Gelenke

MRT und CT werden vom System Cyber Navi Hand™ analysiert. Alle betroffenen Facettengelenke, der Grad der Arthrose, begleitende Diskdegeneration und Stenose werden bestimmt. Ein Behandlungsplan für jedes Gelenk wird erstellt.

02

Gewinnung regenerativer Konzentrate

Aus Blut — CGF mit Knorpelwachstumsfaktoren und entzündungshemmenden Zytokinen. Aus Fettgewebe — Lipogems® mit mesenchymalen Stammzellen, die sich in Chondrozyten differenzieren können.

03

Intrasynoviale Injektion

Unter navigationsgesteuerter Kontrolle werden die Konzentrate direkt in die Kavum jedes betroffenen Facettengelenks injiziert. Gleichzeitig werden umliegendes Gewebe — Kapsel, Bänder, paravertebrale Muskeln — behandelt. Bei begleitender Diskdegeneration auch in die Bandscheiben.

04

Regeneration der Gelenke

Stammzellen stellen die Knorpelüberdeckung der Gelenkflächen wieder her, reduzieren die Entzündung der Synovialmembran, normalisieren die Produktion der Gelenkflüssigkeit. Ergebnis — Wiederherstellung der Gelenkfunktion ohne Zerstörung.

Warum MIBRAR® besser als Denervierung ist

Radiofrequenz-Denervierung (Rhizotomie) — populärste Behandlung des Facettengelenksyndroms. Doch ihr Prinzip ist paradox: den Nerv zerstören, damit der Patient keinen Schmerz spürt. Das Gelenk zerstört weiter, der Patient merkt es nur nicht. Nach 6-12 Monaten regeneriert sich der Nerv, Schmerz kehrt zurück, Eingriff muss wiederholt werden.

MIBRAR® arbeitet anders:

  1. Knorpelregeneration — Stammzellen differenzieren sich zu Chondrozyten und synthetisieren neuen Knorpel auf Gelenkflächen
  2. Entzündungsreduktion — entzündungshemmende Zytokine unterdrücken chronische Synovitis ohne Steroide
  3. Normalisierung der Gelenkflüssigkeit — Verbesserung der Schmierung und Ernährung des Gelenks
  4. Stärkung der Kapsel — Wachstumsfaktoren stärken die gedehnte Gelenkkapsel

Ergebnis: Das Gelenk hört nicht nur auf zu schmerzen — es stellt seine Struktur und Funktion wieder her. Die Nerven bleiben intakt, die Sensibilität ist erhalten, die Beweglichkeit wird wiederhergestellt.

MIBRAR® vs Denervierung

  • Denervierung: zerstört den Nerv → das Gelenk zerstört sich weiter
  • MIBRAR®: stellt das Gelenk wieder her → der Schmerz verschwindet natürlich
  • Denervierung: Wiederholung alle 6-12 Monate
  • MIBRAR®: in der Regel 1 Behandlung

Behandlungsergebnisse beim Facettensyndrom

Kontrollaufnahmen bestätigen die Regeneration der Facettengelenke und die Beseitigung der Entzündung nach dem MIBRAR®-Verfahren.

Fluoroskopie: Facettengelenk-Behandlung mit MIBRAR® — seitliche Ansicht, Frau 43 Jahre

MIBRAR-Fall: Frau, 43 Jahre

Seitliche Fluoroskopie: 3 Aufnahmen zeigen die präzise Einbringung von CGF und Lipogems® in die Facettengelenke auf den Ebenen L3-S1. Farbige Markierungen kennzeichnen jede behandelte Ebene.

Ergebnis: Regeneration der Facettengelenkknorpel, Rückgang von Ödem und Entzündung. Vollständige Schmerzfreiheit innerhalb einer Woche.

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AP-Fluoroskopie: mehrstufige Facettengelenk-Behandlung mit MIBRAR®, dieselbe Patientin

Dieselbe Patientin — frontale Projektion

AP-Fluoroskopie: 3 Aufnahmen in frontaler Projektion zeigen die Einbringung von CGF und Lipogems® in die Facettengelenkkapseln und Bandscheiben. Grüne Markierungen — Injektionsstellen.

MIBRAR®-Vorteil: alle Ebenen von L3 bis S1 in einem einzigen Eingriff behandelt. Im Gegensatz zur Denervierung — Gelenke werden regeneriert, nicht nur betäubt.

Fallbericht ansehen →

Vorteile der MIBRAR®-Methode

95% des Eingriffsspektrums

MIBRAR® deckt bis zu 95% aller Wirbelsäulen- und Orthopädie-OPs ab.

Ohne Narkose und Schnitte

Ambulante Behandlung durch 0,3-1,5 mm Punktion. Ohne Vollnarkose.

Keine Altersbeschränkungen

Regeneration in jedem Alter. Sicher bei chronischen Erkrankungen.

Schnelle Besserung

Konzentrate haben schmerzlindernde und entzündungshemmende Eigenschaften.

Mehrere Zonen gleichzeitig

Gleichzeitige Behandlung mehrerer Bandscheiben oder Gelenke.

Am selben Tag nach Hause

Keine Krücken, Bandagen oder Rehabilitation. MRT-Kontrolle nach 8-16 Wochen.

MIBRAR® Technologie

Cyber Navi Hand™ — MIBRAR® Navigationssystem

Cyber Navi Hand™

Intraoperatives Roboter-Navigationssystem. Präziser Zugang zu tiefen Strukturen mit 1 mm und 1 Grad Genauigkeit.

Sono Control Arm™ — MIBRAR® Ultraschallkontrolle

Sono Control Arm™

Gerät für Eingriffe unter sonographischer Kontrolle. Keine offenen OPs, Echtzeitkontrolle.

Video über die MIBRAR®-Methode

Häufige Fragen zur Behandlung des Facettengelenksyndroms

Können Facettengelenke wiederhergestellt werden?
Ja. MIBRAR® führt Stammzellen und Wachstumsfaktoren direkt in die Facettengelenk-Kavitäten ein, löst die Regeneration des Knorpelgewebes aus, reduziert Entzündungen und stellt die normale Funktion wieder her. Dies wird durch klinische Verbesserungen und Kontroll-MRT bestätigt.
Wie viele Gelenke können in einer Behandlung bearbeitet werden?
In einer MIBRAR®-Behandlung können alle betroffenen Facettengelenke — vom Hals- bis zum Lendenwirbelbereich — bearbeitet werden. Gleichzeitig werden Bandscheiben (bei Degeneration) und andere geschädigte Strukturen behandelt. Dies ist ein umfassender Ansatz, der bei Blockaden oder Denervierung unmöglich ist.
Wie schnell verschwindet der Schmerz?
Der entzündungshemmende Effekt tritt in den ersten Tagen auf — der Ödem nimmt ab, der Muskelkrampf löst sich, der Schmerz lässt nach. Die Knorpelregeneration dauert 3-6 Monate mit fortschreitender Verbesserung. Im Gegensatz zu Blockaden nimmt der Effekt von MIBRAR® mit der Zeit zu.
Sind Wiederholungsbehandlungen notwendig?
In der Regel reicht eine MIBRAR®-Behandlung aus. Im Gegensatz zu Blockaden (alle 2-4 Wochen) und Denervierung (alle 6-12 Monate) sorgt MIBRAR® für einen langanhaltenden Effekt durch echte Gelenkregeneration. Bei ausgeprägten degenerativen Veränderungen kann eine Wiederholung nach 6-12 Monaten erforderlich sein.
Kann das Facettengelenksyndrom gleichzeitig mit einem Bandscheibenvorfall behandelt werden?
Ja, und dies ist eines der Hauptvorteile von MIBRAR®. Das Facettengelenksyndrom tritt in 70% der Fälle zusammen mit Bandscheibendegeneration auf. In einer Behandlung werden Gelenke, Bandscheiben und umliegendes Gewebe bearbeitet. Der umfassende Ansatz führt zu besseren Ergebnissen als die Behandlung jeder Problematik einzeln.

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