Video über die MIBRAR®-Methode
Was ist Radikulopathie
Radikulopathie ist eine Schädigung der Nervenwurzel durch Kompression beim Austritt aus dem Spinalkanal. Im Volksmund wird dies als „Nerven eingeklemmt“ oder „Radikulitis“ bezeichnet. Radikulopathie ist kein eigenständiger Diagnose, sondern ein Syndrom mit einer spezifischen Ursache.
Ursachen der Radikulopathie
Bandscheibenvorfall/Protrusion (80%)
Protrusion oder Riss der Bandscheibe komprimiert die Nervenwurzel. Häufigste Ursache bei Patienten 30-50 Jahre. L4-L5 und L5-S1 — 95% lumbaler Radikulopathien. C5-C6 und C6-C7 — 90% zervikaler.
Foraminaler Stenose (15%)
Verengung des Foramen durch Osteophyten, Hypertrophie der Facettengelenke, Verdickung des Ligamentum flavum. Häufiger bei Patienten über 60 Jahre.
Spondylolisthese
Verschiebung des Wirbelkörpers führt zu Deformation des Foramen und Kompression der Wurzel.
Entzündung und Ödem
Auch ohne starke mechanische Kompression verursachen entzündliche Mediatoren (TNF-alpha, IL-1, PGE2), die vom geschädigten Diskus freigesetzt werden, chemische Irritation und Ödem der Wurzel.
Klinik nach Segmenten
Zervikale Radikulopathie
C5 (Diskus C4-C5)
Schmerz im Schulterbereich, Schwäche des Delta-Musculus (schwer Arm anzuheben). Taubheitsgefühl lateraler Oberarm. Reduzierter Bizepsreflex.
C6 (Diskus C5-C6)
Schmerz lateral am Unterarm. Taubheitsgefühl Daumen und Zeigefinger. Schwäche Bizeps und Radialis-Extensor des Handgelenks.
C7 (Diskus C6-C7)
Häufigste zervikale Radikulopathie. Schmerz posterior am Unterarm. Taubheitsgefühl Mittelfinger. Schwäche Trizeps.
C8 (Diskus C7-T1)
Taubheitsgefühl Ringfinger und Kleinerfinger. Schwäche intrinsischer Handmuskulatur. Häufig Verwechslung mit Kubitaltunnelsyndrom.
Lumbale Radikulopathie
L4 (Diskus L3-L4)
Schmerz anterior Oberschenkel und media Shin. Schwäche Quadrizeps (schwer Knie zu strecken, Treppensteigen). Reduzierter Patellarreflex.
L5 (Diskus L4-L5)
Häufigste lumbale. Schmerz lateral Oberschenkel und Wade, Dorsum pedis. Schwäche Extension Großzehe und Fuß (Drop-Foot bei schwerem Grad).
S1 (Diskus L5-S1)
Schmerzen an der Rückseite des Oberschenkels, der Wade, der lateralen Fußsohle. Schwäche der Plantarflexion (Schwierigkeiten, sich auf die Zehenspitzen zu stellen). Abgeschwächter Achillessehnenreflex.
Schweregrade der Radikulopathie
Irritative (Reizung)
Nur Schmerzen und sensible Störungen (Taubheitsgefühl, Parästhesien). Reflexe normal oder leicht abgeschwächt. Muskelkraft erhalten. Optimale Phase für die MIBRAR®-Behandlung.
Kompressive (Kompression)
Schmerzen + Taubheitsgefühl + Muskelschwäche. Abgeschwächte Reflexe. In der ENMG — reduzierte Leitgeschwindigkeit, Denervierung. Aktive Behandlung erforderlich, um Atrophie zu verhindern.
Paralytische
Ausgeprägte Muskelschwäche oder Lähmung, Ausfall der Reflexe. In der ENMG — axonale Degeneration. Indikation für dringendes Eingreifen (MIBRAR® oder Chirurgie je nach Situation).
Diagnostik
MRT
Hauptmethode. Visualisiert Bandscheibenvorfall/Protrusion, Stenose, Zustand der Nervenwurzeln. Sagittale + axiale Schnitte. Bei zervikaler Lokalisation — Myelopathie zwingend ausschließen.
ENMG
Elektro-Neuro-Myographie — bestätigt Radikulopathie, bestimmt das Niveau, bewertet die Schwere (Demyelinisierung vs. Axonopathie). Prognostisch wichtig: Bei axonalem Schaden dauert die Regeneration länger.
Klinische Tests
Lasègue (SLR) — lumbale Radikulopathie. Spurling — zervikale. Muskeltestung nach MRC-Skala. Dermatomal kartiertes Sensibilitätsmapping.
Behandlung der Radikulopathie mit dem MIBRAR®-Verfahren
MIBRAR® wirkt auf drei Pathomechanismen der Radikulopathie: beseitigt die Kompression, lindert die Entzündung, regeneriert den Nerv.
1. Beseitigung der Kompression
Intradiskale Injektion von CGF + Lipogems® löst die Diskusregeneration aus. Mit der Heilung des Fibrosusrings nimmt die Vorwölbung ab und entlastet die Nervenwurzel.
2. Antientzündliche Therapie
Periradikuläre Injektion von CGF an die entzündete Nervenwurzel. Suppression von TNF-alpha, IL-1, PGE2. Reduktion des Wurzelödems. Effekt schneller und anhaltender als Kortikosteroidblockaden.
3. Neuroregeneration
NGF, BDNF, GDNF aus CGF und parakrine Sekretion von Stammzellen stimulieren die Remyelinisierung (Wiederherstellung der Nervenhülle) und axonalen Wachstum. Wiederherstellung von Sensibilität und Kraft.
Warten Sie nicht, bis der Nerv absterbt
Lange Kompression führt zu irreversiblen Schäden. Senden Sie Ihre MRT für eine kostenlose Einschätzung.
MRT-Bilder sendenBehandlungsergebnisse bei Radikulopathie
Die MRT-Kontrolle bestätigt die Dekompression der Nervenwurzeln und die Regeneration der Bandscheiben nach dem MIBRAR®-Verfahren.
MIBRAR-Fall: Frau, 54 Jahre
Diagnose: S1-Radikulopathie aufgrund eines zentralen L5/S1-Bandscheibenvorfalls von 13,27 mm. Axiales MRT — Wurzeln beidseitig komprimiert, Paraparese des rechten Beins.
Ergebnis nach 11 Monaten: Rückbildung des Vorfalls, Wurzeldekompression, Kanalerweiterung. Sensibilität wiederhergestellt, einschießende Schmerzen verschwunden.
Fallbericht ansehen →
MIBRAR-Fall: Frau, 43 Jahre
Koronales MRT: grüne Pfeile zeigen neuroforaminale Stenose L4/L5 und L5/S1 mit Wurzelkompression. Zustand nach Nukleotomie.
Ergebnis nach 18 Monaten: Erweiterung der neuroforaminalen Öffnungen, freier Wurzeldurchgang auf beiden Ebenen. Vollständige Wiederherstellung der Sensibilität.
Fallbericht ansehen →Fragen zur Radikulopathie
„Radikulitis" — veralteter Begriff, der eine Entzündung der Nervenwurzel impliziert. Moderner Begriff — Radikulopathie (Schädigung der Nervenwurzel). Ursache meist mechanisch (Kompression), nicht entzündlich.
Ja, in 85-90% der Fälle. MIBRAR® beseitigt die Kompression durch Diskusregeneration, lindert die Wurzelentzündung und regeneriert das Nervengewebe. Operation nur bei Cauda-equina-Syndrom oder progredienter Lähmung.
Schmerzen reduzieren sich nach 2-4 Wochen. Sensibilität nach 2-6 Wochen. Muskelkraft nach 1-3 Monaten. Vollständige Nervenregeneration bis 6-12 Monate bei schwerem Schaden.
Epiduralblockaden mit Kortikosteroiden erzielen einen temporären Effekt (2-6 Wochen). Sie beheben nicht die Ursache. MIBRAR® löst das Problem auf Ursachenebene: regeneriert den Diskus und stellt den Nerv wieder her.
MRT der Wirbelsäule — das Wichtigste (zeigt die Ursache). ENMG — bestätigt Radikulopathie, bestimmt Schweregrad. Röntgen — bei Verdacht auf Instabilität oder Spondylolisthese.

